Bio bedeutet nicht immer fair - medfreundlich.de

Bio bedeutet nicht immer fair

© Yuri Arcurs / shutterstock.com
Die Deutschen achten bei ihrem Einkauf immer häufiger darauf, dass die Produkte, die sie in den Einkaufswagen legen, ein Bio-Siegel haben. Sie sind der Meinung, dadurch etwas Gutes für die eigene Gesundheit und für die Arbeiter, die an der Herstellung des Produktes beteiligt waren, zu tun. Doch entgegen dieser weit verbreiteten Annahme ist das Bio-Siegel nicht immer auch ein Zeichen dafür, dass das Produkt unter fairen Arbeitsbedingungen zustande gekommen ist.

Insbesondere in der Kaffeeernte ist „Fair Trade“ ein wichtiges Thema. Auch bei anderen Produkten, denen meist  Arbeiten auf Plantagen vorangehen, wird häufig von Ausbeutung und schlechten Bezahlungen der Arbeiter berichtet. Zwar achtet man bei der Vergabe des deutschen Bio-Siegels auch etwas auf die sozialen Arbeitsbedingungen, die im Herstellerbetrieb vorherrschen, dennoch kann man sich nicht bei jedem Bio-Siegel darauf verlassen, dass man ein unter fairen Bedingungen hergestelltes Produkt kauft. Die EU-Öko-Standards sehen zum Beispiel keine Überprüfung der Arbeitsbedingungen vor.

Wer ganz sicher sein will, ein Produkt zu kaufen, das nicht die Ausbeutung, sondern den fairen Handel unterstützt, sollte auf das „Fair Trade“-Siegel achten. Denn die Organisation „TransFair“ überprüft jeden Betrieb sorgfältig vor der Vergabe des Siegels. Mittlerweile kann man diese Produkte auch in einigen Discountern erwerben.


Kommentieren

Dieser Artikel wurde in der Kategorie "Ernährung" veröffentlicht. Alle Artikel dieser Kategorie finden sie unter: Ernährung.
©2011 medfreundlich.de

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu "Bio bedeutet nicht immer fair":

Kommentar (benötigt)

Zum neu laden hier klicken. Zum neu laden hier klicken.

Weitersuchen mit Google: Bio bedeutet nicht immer fair