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Aromatherapie: Gesund durch Aromen?!

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Eingeführt wurde die sogenannte Aromatherapie von René-Maurice Gattefossé, einem französichen Chemiker, der in Selbstexperimenten eine therapeutische und antibakterielle Wirkung bestimmter Aromen festgestellt hatte.

Die Wiederentdeckung der Aufzeichnungen des Chemikers wurde ab 1970 vom steigenden Interesse an alternativen Heilverfahren begleitet. Bestimmte Öle, die in einer Wasserschale über einer Kerzenflamme verdunsten, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Frage ist, ob neben der Raumlufterfrischung tatsächlich therapeutische Wirkungen in Aromen stecken.

Achtzig Öle sollen laut Aromatherapie-Vorgaben gegen Herzprobleme und Zahnschmerzen oder kleinere Leiden wir Appetitlosigkeit und Verstimmungen helfen. Die Vorgaben in Lehrbüchern weichen jedoch stark voneinander ab. Bestimmten Ölen werden in unterschiedlichen Lehrbüchern verschiedene Wirkungen zugewiesen. Dabei ist die Aromatherapie oft lediglich eine Begleittherapie anderer Verfahren, wie die Bach-Blüten-Therapie, Schüßler-Salze, Craniosakraltherapie oder Homöopathie.

Neben der Verteilung der Aromen im Raum, können sie in Reflexzonen einmassiert oder durch Dampfgeräte inhaliert werden. Auch auf Zucker getröpfelt oder über Klistiere ist eine Verabreichung möglich.

Psychische und psychosomatische Erkrankungen können angeblich ebenfalls mithilfe der Öle behandelt werden. Dazu gehören Stress, Angst, Schlafstörungen und Depressionen. Tatsächlich wurde die Wirkung einiger Öle wissenschaftliche nachgewiesen. Als Badezusätze wirken Rosmarin- und Fichtennadelöl anregend. Die Inhalation von Zitronen-, Muskat oder Thujaöl wird zur Linderung von Reizhusten empfohlen. Dagegen konnte die Wirkung auf die Psyche nicht nachgewiesen werden.

Zu beachten ist, dass vor allem bei Allergikern Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder allergische Reaktionen möglich sind. Bei Überdosierung können Öle Entzündungen der Magenschleimhaut oder Leber- und Nierenschädigungen begünstigen.
Problematisch an im Handel angebotenen Ölen ist, dass sie meist synthetisch ohne klinische Qualitätskontrollen hergestellt werden und daher die eigentlich wirksamen pflanzlichen Stoffe oft nicht mehr enthalten.


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