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Cannabis – Eine Droge als Schmerzmittel?

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Als Droge in Deutschland verboten, ist es seit dem 18. Mai 2011 in der Bundesrepublik erlaubt, mit Cannabis Schmerzen zu lindern. Besonders bei schweren chronischen Krankheiten kann Cannabis zu einer erheblichen Minderung der Schmerzen sowie zu einer positiven Beeinflussung der Psyche führen. Dennoch gibt es Nachteile und Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung des neuen Medikaments.

Zum Einen ist es aufgrund des Alkoholgehalts leider nicht möglich, Kinder mit diesem Medikament zu behandeln und sie so von starken Schmerzen zu befreien. Zum Anderen muss die Einnahme streng kontrolliert werden, damit der Konsum nicht unverhältnismäßig hoch ist und keine Abhängigkeit beim Patienten entstehen kann. Außerdem fällt das neue Medikament ebenso wie andere starke Schmerzmittel unter das Betäubungsmittelgesetz und unterliegt somit einer strengen Kontrolle.

Der Einsatz von Cannabis stellt einen großen Fortschritt in der Schmerztherapie dar. Vor allem als Medikament gegen Nebenwirkungen einer Chemotherapie, sowie gegen Symptome, die auf AIDS zurückgeführt werden, kann Cannabis starke Wirkungen erzielen. Aber auch Spastiken bei Patienten mit Multipler Sklerose können gelindert werden. Außerdem wird Cannabis auch bei Angst und Antriebsstörungen ein hohes Wirkungspotenzial zugesprochen.

Die berechtigten Gegenargumente sind oft, dass die Gefahr einer Abhängigkeit von der Droge zu hoch ist. Doch davon ist man aus medizinischer Sicht weit entfernt. So erfolgt die Einnahme des Medikaments nicht etwa über das Inhalieren des Rauches von verbrannten Cannabis-Blättern, sondern in anderen Formen. Manchen Patienten wird zum Beispiel die Einnahme über ein Mundspray verordnet.


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